Routinentraining

Durch Routinen kann die optimale technische Lösung so konserviert werden, dass sie stabil unter variablen Bedingungen abrufbar bleibt.

Routinen werden im amerikanischen Sprachgebrauch auch als zentrale Leistungsreserve verstanden, die dem Sportler helfen sollen, kritische Situationen im Wettkampf zu bewältigen. Durch Routinen erfahren Sportler körperlich und mentale Entspannung und können ihre Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt bündeln. Dadurch, dass Routinen einen Rahmen für emotionale, kognitive und motivationale Leistungskomponenten bilden, können Bewegungen zielgerichtet, planbar und zuverlässig ausgeführt werden. Dies gibt ein Gefühl der automatisierten Kontrolle.

In einer weiteren vertiefenden Zusammenarbeit kann über die Integration prozessregulativer Prozesse während der Technikausführung nachgedacht werden. Die intelligente Verknüpfung dieser unterschiedlichen Tools zu einer Gesamten ist ein weiteres lohnenswertes und leistungsstabilisierendes Fernziel.

„Wettkampfroutinen sind Handlungsmuster, die die optimale Ausführung einer Technik vorbereitet, begleitet und nach der Technikausführung ein Umschalten auf die neue Wettkampfsituation ermöglichen“ (Nitsch, 2000). Die Vorbereitung durch die Precompetitive Routine sorgt für einen optimalen Vorstartzustand, während die Between-Performance Routine die Zeit zwischen den einzelnen Bewegungen nutzt, um sich optimal auf die folgende Bewegung einzustellen. Die Postcompetition Routine hingegen analysiert die eigenen Stärken und Schwächen des Wettkampfes.